Aus Sicht der DAK-VRV wird die finanzielle Situation der Rentenversicherung in den Medien nicht fair dargestellt.

Für 2026 rechnet DAK-VRV  mit einer Rentensteigerung von 3,73 %, die über der prognostizierten Inflationsrate von 2,1 % liegt, was zu einem realen Kaufkraftgewinn für die Rentenbezieher führen wird.

Für 2025 werden Beitragseinnahmen von rund 321 Milliarden Euro erwartet, mit einem Anstieg der Pflichtbeiträge aus Erwerbstätigkeit um 4,8 %, hauptsächlich durch gestiegene Löhne.

Weiterhin finanzieren die Beitragszahler mit etwa 75 % der Gesamteinnahmen die Rentenversicherung. Der Anteil der Bundeszuschüsse ist seit Anfang der 2000er Jahre, entgegen der Wahrnehmung in den Medien auf niedrigem Niveau stabil geblieben.

Die Ausgaben werden 2025 die Einnahmen um 4 Milliarden Euro übersteigen, was durch die Nachhaltigkeitsrücklage von 41,5 Milliarden Euro ausgeglichen wird.  Diese Rücklage wird bis 2028 auf die neue Untergrenze von 0,3 Monatsausgaben abschmelzen, wodurch der Beitragssatz der Rentenversicherung dann auf 19,8 % steigen wird.

DAK-VRV begrüßt die Finanzierung der Mütterrente III durch den Bund, fordert jedoch, dass der Bund auch die Kosten für Mütterrenten I und II übernimmt. Auch diese sind Versicherungsfremde Leistungen, die per Gesetz den Beitragszahlenden zur Last fallen.

DAK-VRV kritisiert die geplante Aussetzung des Mechanismus, der bei einem  Beitragssatzanstieg auch die Bundeszuschüsse erhöht, und warnt vor einer Lastenverschiebung zu Ungunsten der Beitragszahlenden.