Mediale Verwahrlosung - DAK-VRV warnt!

Auch wenn die Überschrift reißerisch erscheinen mag, begrüßt die DAK‑VRV ausdrücklich, dass das so wichtige Thema „Kinder und Medienkonsum“ wieder an Fahrt aufnimmt. Studien zeigen, dass zu hoher und zu früher Medienkonsum eine verheerende Wirkung auf die körperliche und geistige Gesundheit unserer Kinder haben kann.

Schon Kleinkinder werden mit Smartphones und Laptops ruhiggestellt – zu Hause, unterwegs oder bei Restaurantbesuchen. Bei Kindern unter drei Jahren führt häufiges Starren auf Bildschirme zum Längenwachstum des Augapfels, wodurch Kurzsichtigkeit oft lebenslang vorprogrammiert ist. Zudem werden Kinder bereits bei etwa 30 Minuten täglicher „Bildschirmzeit“ von ihren ureigenen Entwicklungsimpulsen abgelenkt. Dies beeinträchtigt die kindliche Entwicklung und kann zu Problemen im sprachlichen Verständnis und Ausdruck führen. Diese kommunikativen Defizite können Frust, Angst und Depressionen zur Folge haben.

Die eigene Mediennutzung der Eltern beeinflusst ebenfalls in großem Umfang den Aufbau der Eltern‑Kind‑Beziehung. Es erfordert von Eltern Willen und Disziplin, Vorbild zu sein und unter Aufgabe eigener Bequemlichkeit ihren Kindern zu viel Digitales vorzuenthalten. Die DAK‑VRV unterstützt daher ausdrücklich die Forderung nach mehr Aufklärung, Prävention und Hilfsangeboten.

Aber auch ältere Kinder hängen zunehmend an Bildschirmen. Eine Untersuchung der DAK‑Gesundheit zeigt, dass sich die Mediensucht bei Kindern und Jugendlichen während der Corona‑Pandemie verdoppelt hat. Belegt sind auch hier körperliche Folgeschäden, denn auf eine „Mediensucht“ folgt häufig eine „Zuckersucht“. In Kombination mit Bewegungsmangel sind Übergewicht und Diabetes vorprogrammiert. Deutlich widersprochen wird zudem der Annahme, dass eine intensive Social‑Media‑Nutzung die Kompetenzen im Umgang mit digitalen Kommunikations‑ und Informationstechnologien verbessert – im Gegenteil. Die DAK‑VRV fordert daher, dass diese Erkenntnisse bei der weiteren Digitalisierung der Schulen berücksichtigt werden.

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Quelle: © Axel Springer SE, WELTplus
Bild: DAK‑Gesundheit / Wigger

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