Sozialpolitische Positionen der DAK-VRV

In Verbindung mit der anstehenden Bundestagswahl und der Sozialwahl im Jahre 2023 hat die DAK-VRV folgende sozialpolitische Positionen beschlossen:

Gesamtgesellschaft

Führungspositionen

Ausgewogene Besetzung von Führungspositionen mit Frauen und Männern. Dabei besondere  Berücksichtigung von bisheriger Berufs- und Lebenserfahrung und spezieller Perspektiven.

Einbezug weiterer  Personenkreise in die Sozialversicherung

Einbeziehung z.B. von Beamten und deren Beteiligung am System der sozialen Sicherung.

Stärkung der Selbstverwaltung

DAK-VRV begrüßt nachdrücklich eine Stärkung und Modernisierung der Selbstverwaltung.

Verstärkte und bessere Information der Öffentlichkeit über Arbeit und Bedeutung des Verwaltungsrates und anderer Gremien.

Stärkung des Ehrenamtes

Die Erhöhung der Ehrenamtspauschale ist für die DAK-VRV nicht ausreichend. Das Ehrenamt muss stärker gefördert werden!

Kranken- und Pflegeversicherung

Beste medizinische Versorgung mit angemessenen Wartezeiten

Die DAK-VRV fordert beste medizinische Versorgung mit angemessenen Wartezeiten sowohl im Stadtgebiet als auch in ländlicher Region, ob ambulant oder stationär – ohne Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL).

Arzneimittel

Rückholung der Produktion für unverzichtbare Wirkstoffe nach Europa.

Sinnvolle Weiterentwicklung des Leistungsangebotes

Insbesondere genderspezifische Gesundheitsprogramme sowie auch auf Jugendliche fokussierte und kindgerechte medizinische Versorgung. 

Weniger Zuzahlungen und Eigenanteile der Versicherten

Mit der Beitragszahlung sind die Versicherten nach Meinung der DAK-VRV ausreichend belastet.

Mehr Geld für Betriebliches Gesundheitsmanagement, Prävention und Rehabilitation

Die DAK-VRV fordert mehr Hilfe, um trotz gesundheitlicher Probleme weiter im Beruf bestehen zu können.

Präsenz der Krankenkassen vor Ort

Krankenkassen sollen Versicherten vor Ort mit kompetenten und motivierten Beschäftigten zur Verfügung stehen. DAK-VRV fordert eine stärkere Betonung der umfassenden Zuständigkeit für Versicherte und Patienten.

Betriebsrenten

Senkung des vollen Beitragssatzes auf den halben Beitragssatz der Krankenkasse.

Weiterentwicklung der Pflegeversicherung

Die DAK-VRV fordert eine Weiterentwicklung der Pflegeversicherung zu einer Vollversicherung. Deckelung der Eigenanteile in Heimen; leichterer Zugang zu ambulanten Pflegeleistungen; solidarische Finanzierung und Bundeszuschuss.

Rentenversicherung

Festlegung von Haltelinien für Beitragssatz und Rentenniveau

Die DAK-VRV fordert, das Rentenniveau soll bei 48 Prozent stabil bleiben. Um den Beitragssatz dabei nicht über 20 Prozent ansteigen zu lassen, fordert die DAK-VRV, zusätzliche Steuermittel einzusetzen. Die DAK-VRV ist gegen die Absenkung des Rentenniveaus / der Rentenhöhe.

Beitragsentlastung für Arbeitnehmer

Die DAK-VRV setzt sich für die Umlagefinanzierung der Rente ohne Beteiligung privater Versicherungen ein. Arbeitgeber sollen sich weiter und stärker an der Finanzierung der Sozialversicherung beteiligen.

Keine Anhebung des Renteneintrittsalters

Die DAK-VRV fordert mehr Freiheit zur Selbstbestimmung des Rentenbeginns.

Mindestrücklage in der Rentenversicherung

Die gesetzlich festgelegte Rücklage von 0,2 Monatsausgaben, die die Rentenversicherung mindestens haben muss, ist nach Meinung der DAK-VRV nicht ausreichend. Aus Sicht der DAK-VRV bedarf es einer Anhebung der Mindestrücklage auf 0,4 Monatsausgaben.

Doppelbesteuerung der Rente abschaffen

DAK-VRV fordert die Abschaffung der seit 2005 geltenden nachgelagerten Rentenbesteuerung. Aus unserer Sicht handelt es sich um eine unzulässige Doppelbesteuerung.

Verbesserungen bei den Erwerbsminderungsrenten

Die DAK-VRV fordert eine beschleunigte Anhebung der Zurechnungszeit im Bereich der Erwerbsminderungsrenten zur besseren Absicherung von Erwerbsminderungsrentnern.

Die DAK-VRV fordert die Abschaffung der Rentenkürzung um bis zu 10,8 % bei Inanspruchnahme dieser Leistung.

Finanzierung der Grundrente

Die DAK-VRV fordert alle Mehrkosten für die Grundrente aus Steuermitteln zu finanzieren. Wie sind gegen den Griff der Politik in die Kassen der Rentenversicherung.

Gegen Altersarmut

Eine auskömmliche Rente muss ohne zusätzliche private Vorsorge erreichbar sein,  fordert die DAK-VRV.

Stärkung der Rehabilitation in der Rentenversicherung

Die Stärkung der Rehabilitation z. B. durch mehr medizinische Reha Maßnahmen (Kuren) zum Erhalt der Erwerbsfähigkeit ist der DAK-VRV ein wichtiges Anliegen.

Ausweitung der Midi-Jobs

Geringverdiener sollen bei den Sozialbeiträgen entlastet werden (Ausweitung der Midi-Jobs). Gleichzeitig soll sichergestellt sein, dass die geringeren Rentenversicherungsbeiträge nicht zu geringen Rentenleistungen im Alter führen. Darauf legt die DAK-VRV großen Wert.

Tags: DAK-VRV, Verwaltungsrat, Sozialpolitische Positionen , Sozialwahl 2023

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